Eine wichtige Grundlage für die Erstellung des Abschussplans ist der Zustand der Waldvegetation. Im Mittelpunkt steht dabei die Waldverjüngung – also junge, nachwachsende Bäume.
Alle drei Jahre erhebt die Bayerische Forstverwaltung in ganz Bayern den Zustand der Waldverjüngung. Dabei werden zahlreiche Jungpflanzen nach einem vorgegebenen, statistisch abgesicherten System erfasst und auf Verbiss durch Schalenwild, insbesondere Rehwild, untersucht.
Auf Grundlage dieser Erhebungen wird für jede Hegegemeinschaft bewertet, ob der Wildverbiss
- günstig
- tragbar
- zu hoch
- oder deutlich zu hoch
ist. Aus diesen Ergebnissen wird eine Empfehlung für den Abschussplan abgeleitet.
Entwicklung der Waldverjüngung
Das Forstliche Gutachten – auch Vegetations- oder Verbissgutachten genannt – zeigt, wie sich die Verjüngung wichtiger Baumarten wie
- Fichte
- Tanne
- Buche
- Eiche
im Laufe der Jahre entwickelt.
Dauerhaft hoher Wildverbiss kann dazu führen, dass bestimmte Baumarten nicht mehr nachwachsen. Die Folge ist eine Entmischung der Wälder und ein Rückgang der Baumartenvielfalt.
Gerade für den Aufbau klimastabiler Mischwälder ist diese Vielfalt jedoch entscheidend.
Auch die Waldstruktur leidet unter dauerhaft starkem Verbiss. Strukturreiche Wälder mit unterschiedlichen Baumarten und Altersstufen sind widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen.
Hinweis:
Jagdgenossen und Jäger können an den Aufnahmen zum Vegetationsgutachten in ihrem Revier teilnehmen.
Link: Gutachten ››